02.10.2015

Social Azubi Recruiting

Fragen Sie einmal spaßeshalber Ihre Auszubildenden nach ihrem Mediengebrauch! Studien zum Mediennutzungsverhalten sprechen hier seit Jahren eine ganz klare Sprache: Die Tageszeitung wird leider immer weniger beachtet. Im Gegensatz dazu nutzen 94% der Jugendlichen in Deutschland regelmäßig das Internet und über dreiviertel aller 16-19jährigen (über 75%) täglich oder zumindest mehrmals die Woche Online-Communities wie Facebook.  

Klar formuliert heißt das, kaum einer von Ihren künftigen Fachkräften liest die gedruckte Zeitung, verbringt dafür fast tagtäglich Zeit in Sozialen Medien. – Glauben Sie, Helene Fischer hätte alle „atemlos“ gemacht, wenn sie ihre Songs auf Musikkassette veröffentlicht hätte?

Eine der neuen Strategien heißt Social Recruiting. Dieser Begriff umfasst die Maßnahmen rund um Soziale Medien zur Mitarbeitergewinnung. Erfolgreiches Recruiting braucht jedoch weit mehr, als nur die bisherige Anzeige auf seiner Facebookseite zu veröffentlichen, denn Kommunikation in Sozialen Medien folgt eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Social Recruiting bedarf erstens einer durchdachten Strategie, zweitens einer intelligenten Kampagne und drittens oftmals eines virtuosen Zusammenspiels mehrerer Kanäle und der Spielarten darin.

Nutzen Sie beispielsweise die Möglichkeiten des Targetings: Als Datensammler weiß z.B. Facebook sehr viel über seine Nutzer. Definieren Sie zielgenaue Profile, um Ihr Budget fokussiert einzusetzen. Die verfügbaren Informationen dazu reichen von demo-/geografischen Daten über die persönlichen Interessen bis hin zum derzeitigen Arbeitgeber.

Ein sehr wichtiger Rat: Sie sollten keinesfalls aufhören, wenn Sie Ihren potenziellen Kandidaten aufgespürt und Interesse geweckt haben, denn im Web verpufft jeder Impuls innerhalb kurzer Zeit, wenn er nicht konsequent weitergeführt wird. Lenken Sie ihn beispielsweise auf eine passende Landing- oder Micropage. Stellen Sie dort weitere Argumente bereit, positionieren Sie sich mittels Employer Branding als gute Arbeitgebermarke und vor allem: Wandeln Sie den Interessenten in einen konkreten Bewerber. Hierbei kann die direkte Möglichkeit zur Onlinebewerbung und der Abbau von Hemmschwellen helfen.

Neben Facebook gibt es viele weitere Soziale Medien wie Xing, LinkedIn, YouTube, Foren, Blogs & Co. Aber darüber zu informieren – wie auch über die Chancen der viralen Verbreitung, Guerillia-Kampagnen oder der Einsatz von Google – würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wenn Sie Recruiting-Unterstützung brauchen, sprechen Sie uns an, denn auch Social Recruiting ist nur einer der möglichen Wege zu Ihrem Wunschkandidaten!