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QUERBEET // MARKETING
ES WAR EINMAL
SCHAFFEN SIE MARKENERLEBNISSE DURCH STORYTELLING
Und im Grunde genommen will sie auch
niemand mehr beantwortet haben. Denn
was die Aufmerksamkeit des Konsumenten
von heute wirklich weckt, sind nicht zwei-
felhafte Alleinstellungsmerkmale, sondern
Geschichten. Und zwar solche, die sich
direkt oder indirekt um das Produkt oder
die Dienstleistung drehen und die Marke
auf diese Weise für die Zielgruppe in höchs­
tem Maße erfahr- und erlebbar machen.
Aktuelles Beispiel gefällig? Aber gern doch.
Sie kennen bestimmt die Geschichte des
amerikanischen Ehepaars Bob und Linda.
Er schickt Fotos von sich im rosafarbenen
Ballett-Tutu, um ihr Mut im Kampf gegen
Brustkrebs zuzusprechen. Der Mann im
Tutu verschickt seine Fotos über das Netz
der Telekom, könnte dies aber auch über
jedes andere Netz tun. Doch das ist nicht
der Punkt. Denn die Telekom vereinnahmt
diese und weitere Geschichten über die
„Kraft des Teilens“ für sich und schafft da-
mit tiefgehende emotionale Verbindungen
zur Marke. Mehr dazu unter:
Welches Waschmittel wäscht am weißesten? Welche Lebensmittel sind die frischesten? Welches Auto
bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Diese Fragen lassen sich aufgrund einer Flut an austausch-
baren Produkten heute kaum noch beantworten.
Ein Auftritt im rosafarbenen Tutu kommt
für Sie nicht in Frage? Kein Problem. Diese
Idee gibt es ja auch schon. Lassen Sie
uns stattdessen für Ihre Marke nach einer
anderen Geschichte suchen, die möglichst
viele der folgenden Merkmale eines erfolg-
reichen Storytellings* erfüllt:
• Originalität
• Relevanz
• Dramaturgie und Emotionalität
• Informationstiefe und Nutzerführung
• Interaktivität und Nutzwert
• Crossmedialität
Wie wäre es z. B. damit: Anstatt von der
Langlebigkeit Ihrer Produkte zu erzählen,
berichten Sie lieber über ein Unternehmen,
in dem eines Ihrer Ur-Produkte, z. B. eine
Maschine, nach wie vor im Einsatz ist.
Der Mann, der die Maschine bedient geht
nächstes Jahr in Rente, aber die Maschine
aus Ihrem Haus verrichtet nach wie vor
zuverlässig ihren Dienst.
Sie produzieren keine Maschinen, son-
dern Lebensmittel oder vollbringen eine
Dienstleistung? Dann rücken Sie Personen
in den Fokus, die Ihr Produkt oder Ihre
Dienstleistungen nutzen und deshalb oder
zumindest möglicherweise deshalb etwas
Besonderes vollbringen. Auch so können
tolle Geschichten entstehen.
Oder wie wäre es hiermit: Sie produzieren
ganz vermeintlich unspektakuläre Dinge,
wie z. B. Muttern oder Scheiben aus
Aluminium. Zeigen Sie, wie einer Ihrer
Mitarbeiter einer Kollegin eine Mutter
an den Finger steckt und ihr auf diese
Weise einen Heiratsantrag macht.
Sie sehen schon. Jede Marke hat etwas zu
erzählen. Wahre Geschichten oder fiktive.
Beides ist möglich. Und wenn es eine gute
Story ist, dann lässt sie sich über verschie-
denste Kanäle immer wieder neu interpre-
tieren. Wie crossmediales Storytelling für
Ihre Marke aussehen könnte, erläutern wir
Ihnen gern auf Anfrage. Wir freuen uns
über Ihr Interesse!
*Quelle: Buch „Digitales Storytelling – Es zählt die gute Story“ von Simon Sturm
Foto: © Bob Carey Photography
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