07.02.2014

Kreative Stellenanzeigen können mehr

Kreative Stellenanzeigen können mehr

Moderne Stellenanzeigen müssen heute weitaus mehr leisten, als lediglich eine freie Stelle im Unternehmen bekannt zu geben. Sie sollen emotional ansprechen und möglichen Bewerbern bereits einen ersten positiven Eindruck des Unternehmens vermitteln. Gerade deshalb ist sinnvoll, sich über diesen Teil der Personalkommunikation ein paar Gedanken zu machen. Dann kann die Stellenanzeige den Dialog mit möglichen Bewerbern eröffnen.

„Zu unserem Unternehmen passen kreative Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen, für Kundenbedürfnisse ein offenes Ohr haben und eine partnerschaftliche Arbeitsatmosphäre zu schätzen wissen.“ So oder so ähnlich könnte dieser Satz in jeder Stellenanzeige stehen, egal ob Maschinenbauunternehmen, Einzelhandel oder Werbeagentur. Vorsicht: Diese Aussagen sind zur Standardfloskel geworden. Sie zeigen wenig vom eigentlichen Profil des künftigen Arbeitgebers. Und sonderlich kreativ sind solche Formulierungen auch nicht.

Kreativität bei der Anzeigengestaltung bedeutet nicht, dass die Anzeige optisch und sprachlich alle Grenzen sprengen sollte. Bewerber fühlen sich vor allem angesprochen, wenn die Anzeigen eine Mischung aus gestalterischer und inhaltlicher Seriosität ausstrahlt. Das gelingt mit Motiven, die zum Unternehmen passen und einer exakten, zur Zielgruppe passenden Sprache mit klar aufbereiteten, vollständigen und glaubwürdigen Informationen.

Eines sollten Unternehmen nicht vergessen: Bewerber informieren sich heute auf allen Plattformen über einen potenziellen Arbeitgeber. Wer mit seiner Anzeige bewusst den Dialog mit Bewerbern eröffnet, hat die Nase vorn. Das gelingt beispielsweise mit einer Kombination aus Printanzeige und Webpräsenz. Dass die Stellenanzeige auf der Unternehmenswebsite veröffentlich wird, sollte selbstverständlich sein. Unternehmen, die Facebook oder Twitter nutzen, sollten auch hier auf die ausgeschriebene Stelle hinweisen und auf die eigene Website verlinken.

Aber Vorsicht: Wer sich als modernes, innovatives Unternehmen beschreibt, darf sich nicht mit einer veralteten Website präsentieren!

Ist der Bewerber dann auf der Unternehmenspage angekommen, können sich weitere Recruiting-Elemente anschließen. Zum Beispiel ein Online-Fragebogen, den Bewerber vorab ausfüllen oder kurze Filme, in denen Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz vorstellen und sagen, was ihnen an ihrem Arbeitgeber gefällt. Auch andere Soft Skills, wie soziale Leistungen oder der Freizeit- und Erholungswert in der Region dürfen genannt werden, um Bewerber zu überzeugen.

Damit eine Stellenausschreibung möglichst viele und passende Interessenten erreicht, sollten Unternehmen zur Anzeigenschaltung alle Register ziehen. Das reicht von der lokalen Tageszeitung über regionale und überregionale Wirtschafts- und Fachtitel bis hin zu Onlineplattformen und Jobportalen. Bei aller Vielfalte sollte man abwägen, über welchen Kanal ein potenzieller Bewerber am besten erreicht wird und hier verstärkt aktiv werden.

Sie haben noch Fragen zu diesem Thema oder benötigen weiterführende Infos? Sprechen Sie mich darauf an:

Stephan Kurz, kurz@querformat.info