11.12.2015

Key Visual: das Bild der Bilder

Die Milka-Kuh, das Segelschiff von Beck’s oder das Märchenschloss von Disney – das sind alles Key Visuals von großen Marken, die jeder kennt. Solche Key Visuals sind visuelle Grundmotive, welche die Positionierung einer Marke oder eines Unternehmens abbilden.  Sie bestimmen als Schlüsselbilder den langfristigen visuellen Auftritt. 

Aber brauchen nur die Big Player diese Motive? Wie ist es mit den Mittelständischen Unternehmen der Region, mit dem Handwerker, oder konkret mit Ihrem Unternehmen? Meines Erachtens profitiert die visuelle Kommunikation einer jeden Marke bzw. jedes Unternehmen von starken Bildern. Und zwar aus folgendem Grund:

Um erfolgreich kommunizieren zu können muss sich jedes Unternehmen positionieren. Mit Positionierung ist nicht nur gemeint, seine Leistungen und Produkte faktisch zu beschreiben. Vielmehr geht es darum, sich in der Gedankenwelt der Zielgruppe zu verankern. Das geht über das bloße Erinnern hinaus. Denn jeder Käufer hat Bedürfnisse, Wünsche und Nöte. Und auf der Gegenseite haben Unternehmen nicht nur ein Leistungsangebot, sondern eine Mission. Für wen wollen sie was leisten und auf welche Weise. Dort, wo sich beides überschneidet, finden wir die ideale Positionierung und Kernbotschaft.

Auf dieser Basis entwickelt man nun ein Motiv oder auch eine Bildwelt, welche diese Positionierung eindeutig visualisiert: das Key Visual. Das zu entwickeln ist konzeptionelle Arbeit – nicht einfach, aber unsere Kompetenz.

Wenn wir jetzt nicht gerade wie Milka Fernsehspots zur Primetime senden, was machen wir dann mit unserem Key Visual? Oh, vieles! Wie oft sieht man Abbildungen von Firmengebäuden und Mitarbeiterteams, die nichts weiter aussagen, als dass das Unternehmen ein Haus und Angestellte hat. Diese Information konnte man unterstellen. Da setze ich doch lieber ein Motiv ein, dass etwas über meine Marke sagt und mit dem mein Unternehmen in Erinnerung bleiben kann.

Konkrete Anwendungsbeispiele sind der Titel des Imageprospekts, das Aufmachermotiv der Stellenanzeigen, das Leitbild einer Anzeigenkampagne, der Startscreen der Website, und, und, und … Also immer dann, wenn ich auf der Imageebene kommuniziere und nicht gerade ein Produkt abbilden möchte. Ein weiterer Vorteil ist, dass man so eigenständige Bildwelten für sich entwickelt, und nicht gerade die gleichen Standard-Agenturbilder wie der Wettbewerber einsetzt.

Und hier werden wir gerne aktiv für Sie, denn querformat ist immer dann die ideale Agentur, wenn Unternehmen eine Mission haben, ihre Kommunikation bewusst angehen möchten und Botschaften kreativ verstärkt werden müssen.

Ein Beispiel für Key Visuals aus unserer Kreation ist das Doodle-Motiv für die Life School Frankfurt. Der pädagogische Ansatz der Frankfurter Privatschule ist, dass die Schüler durch „Experiential Learning“ sich Themen selbst erarbeiten, von allen Seiten betrachten und Verknüpfungen zwischen verschiedenen Fachgebieten erkennen. So löst sich der Erdball in der Hand einer Schülerin in eine Vielzahl von Wissensthemen auf. Für die Visualisierung haben wir sogenannte Doodles gewählt – englisch für Gekritzel. Mittlerweile bestätigt die Hirnforschung nämlich, dass dieses Gekritzel auf Schreibblöcken, beim Telefonat oder beim Meeting nicht von geringer Aufmerksamkeit zeugt, sondern sogar die Konzentration und somit das Aufnehmen, Verarbeiten und Merken von Informationen positiv unterstützt. (Quelle u.a. University of Plymouth). Und so bringt es die Botschaft der Schule auf einen Nenner: Selbständiges und ganzheitliches Lernen mit positiver Aufnahme des Wissens.

Der Erfolg des Motivs ist, dass sich die Schule zunächst bei Anzeigen und dem Messestand allein visuell von den anderen Schulen abheben konnte, die eben nur mit den typischen Motive wie Gruppen fröhlicher Kinder werben.